PFAS-free* Heat Seal Release Film – Wann fluorfreie Antihaftlösungen die richtige Wahl sind
Moderne Verpackungsprozesse stellen hohe Anforderungen an Materialien. Gleichzeitig gewinnt das Thema PFAS in vielen Industriezweigen zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen prüfen, ob sich bestehende Anwendungen durch PFAS-freie* Alternativen ergänzen oder ersetzen lassen.
PFAS-free* Heat Seal Release Films wurden entwickelt, um in geeigneten Anwendungen eine leistungsfähige Antihaftlösung für thermische Siegelprozesse bereitzustellen. Ob eine fluorfreie Alternative sinnvoll ist, hängt jedoch immer von den jeweiligen Prozessbedingungen und Leistungsanforderungen ab.
Was ist eine Heat Seal Release Film?
Heat Seal Release Films sind spezielle Antihaftfolien, die auf Heiz- und Schweißwerkzeugen eingesetzt werden. Sie verhindern das Anhaften geschmolzener Kunststoffe an Schweißbalken und tragen zu konstanten Siegelergebnissen sowie einer hohen Prozesssicherheit bei.
Je nach Anwendung können sie dazu beitragen,
- Anhaftungen zu reduzieren,
- Stillstandzeiten zu minimieren,
- die Reinigungsintervalle zu verlängern und
- eine gleichbleibende Schweißqualität sicherzustellen.
Welche Anforderungen muss eine Antihaftfolie erfüllen?
Eine Heat Seal Release Film ist während des Produktionsprozesses hohen thermischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt.
Wichtige Eigenschaften sind unter anderem:
- sehr gute Antihaftwirkung
- hohe Temperaturbeständigkeit
- Abrieb- und Verschleißfestigkeit
- dimensionsstabile Oberfläche
- einfache Reinigung
- lange Standzeiten
- konstante Siegelqualität auch bei hohen Taktzahlen
Welche Eigenschaften im Einzelfall erforderlich sind, richtet sich nach Maschine, Temperatur, Anpressdruck und dem zu verschweißenden Material.
Warum steigt die Nachfrage nach PFAS-free* Lösungen?
Viele Unternehmen verfolgen Nachhaltigkeitsziele oder möchten ihre Materialstrategie im Hinblick auf zukünftige regulatorische Entwicklungen überprüfen.
Dadurch steigt das Interesse an fluorfreien Hochleistungsmaterialien für Anwendungen, bei denen diese die technischen Anforderungen zuverlässig erfüllen können.
Wichtig ist jedoch:
Ein pauschaler Austausch bestehender PTFE-Lösungen ist aus technischer Sicht nicht sinnvoll. Fluorpolymere bieten in zahlreichen Anwendungen Eigenschaften, die derzeit nicht uneingeschränkt ersetzt werden können.
Deshalb sollte jede Anwendung individuell bewertet werden.
Typische Einsatzbereiche
PFAS-free* Heat Seal Release Films können – abhängig von Material und Prozessbedingungen – beispielsweise eingesetzt werden bei:
- Impuls- und Balkenschweißanlagen
- Lebensmittelverpackungen
- Medizinischen Verpackungen
- Verpackungsmaschinen mit hohen Taktzahlen
- thermoplastischen Siegelprozessen
- weiteren industriellen Heat-Seal-Anwendungen
Die tatsächliche Eignung ist stets anhand der jeweiligen Anwendung zu prüfen.
Worauf kommt es bei der Materialauswahl an?
Die Auswahl einer geeigneten Antihaftlösung sollte niemals ausschließlich anhand der Materialbezeichnung erfolgen.
Entscheidend sind unter anderem:
- maximale Prozess- und Spitzentemperaturen
- Kontaktzeit und Anpressdruck
- Art der zu verschweißenden Kunststoffe
- Produktionsgeschwindigkeit
- gewünschte Standzeit
- Reinigungsverfahren
- regulatorische oder kundenspezifische Anforderungen
Eine technische Beratung hilft dabei, die wirtschaftlich und technisch optimale Lösung zu bestimmen.
Fazit
PFAS-free* Heat Seal Release Films erweitern das Spektrum moderner Antihaftlösungen und können für zahlreiche industrielle Anwendungen eine interessante Alternative darstellen.
Ob eine fluorfreie Lösung oder ein klassischer Fluorpolymerwerkstoff die bessere Wahl ist, hängt jedoch immer von den individuellen Prozessbedingungen ab.
Eine fundierte Materialauswahl berücksichtigt deshalb sowohl technische Anforderungen als auch wirtschaftliche und regulatorische Aspekte.
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*Hinweis
* PFAS-free bezeichnet im Zusammenhang mit diesem Artikel Materialien, die nach Herstellerangaben ohne den bewussten Einsatz von PFAS hergestellt werden. Die Eignung für eine konkrete Anwendung sowie die regulatorische Bewertung sind stets im Einzelfall zu prüfen. Maßgeblich sind die jeweiligen technischen Datenblätter und Herstellerangaben.


